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In Frankreich ist Schiefer einer der wichtigsten traditionellen Baustoffe
Wohl in keinem europäischen Land wird so viel Schiefer verwendet wie in Frankreich.
Schieferbilder
Frankreich



Schieferregionen in Nordost-Frankreich

Ardennes

Das Schiefermuseum von Rimogne bei Charleville-Mezieres informiert über den Schieferabbau am Rande der Ardennen.


Ein weiteres Schiefermuseum findet sich in Fumay, einem attraktiven Ort an einer Schleife der Maas. Vom 12. bis ins 20.Jahrhundert sorgte hier der Schieferbergbau für einen Grossteil des Einkommens, und noch heute geben die markanten Schieferdächer dem Ort sein typisches Bild. Ein Rundwanderweg führt Besucher zu den ehemaligen Schieferbrüchen. Wo einst in Fumay der begehrte Schiefer unter Tage abgebaut wurde, erstreckt sich seit wenigen Jahren ein grosses Freizeitgelände. Grünlichgrauer Schiefer wird in den Gruben um Deville gewonnen.

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Schieferregionen in Zentral-Frankreich

Corrèze

Die Schieferbrüche von Travassac-Donzenac im Département Corrèze liefern einen Naturschiefer mit Färbungen zwischen nachtblau und anthrazit. Der Schiefer dieser Gruben dient traditionell als Material für zahlreiche Bedachung im Unteren Limousin und wurde bereits zur gallo-romanischen Zeit verwendet.

Schiefergewinnung und Schieferverarbeitung sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil der heimischen Wirtschaft. Besuchern der Region bietet sich eine Tour durch die Schieferbrüche von Pans de Travassac an. Beeindruckend hohe Steilwände geben einen Eindruck der lokalen Schiefervorkommen.

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Schieferregionen in der Bretagne


Côtes d'Armor
Maël-Carhaix, Plévin

Finistère
Châteaulin, Saint-Goazec

Morbihan
Gourin

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Schieferregionen in Nordwest-Frankreich

Maine et Loire
und Mayenne


Trélazé, Noyant-la-Gravoyère, La Pouëze
Renazé




Schiefer wird in gesamt Frankreich oft und gerne als Baustoff verwendet. Regionale Unterschiede ergeben sich durch die Verteilung der natürlichen Vorkommen. In den traditionellen Abbaugebieten wird zur Dachdeckung fast ausschliesslich Schiefer verwendet. Diese Gewinnungsstätten verteilen sich landesweit. Zu den bedeutenden Schieferregionen Nordfrankreichs gehören die Gebiete der Ardennen, weiter westlich die Region um Mayenne und weite Teile der Bretagne. Ebenso finden sich genutzte Schiefervorkommen in den Savoier Alpen im Norden der Region Rhône-Alpes und in Corrèze im Limousin. In Südfrankreich findet sich Schiefer in den Departements Tarn und Hautes-Pyrénées.


Kein Europäisches Land verwendet so viel Schiefer wie Frankreich.
"Viel" ist dabei allerdings nicht unbedingt gleichbedeutend mit "vielseitig".
Die meisten Schieferdeckungen in Frankreich sind nicht unbedingt die Augenweide. Oft lieblos und sichtlich ohne erwähnenswerte Fachkenntnis wird hier munter drauf losgeplättelt, Hauptsache, das Dach wird irgendwie mehr oder weniger dicht.


Zahllose Schieferdächer sind dem Verfall preisgegeben, zeugen aber gleichzeitig von der Duldsamkeit dieses hochstabilen und dauerhaften Naturbaustoff gegenüber aller Vernachlässigung. Wartungsarbeiten werden oft selbst an leicht zugänglichen Stellen einfach unterlassen.
Sollten dennoch Reparaturen durchgeführt worden sein, zeigen diese in vielen Fällen ein Höchstmass an Kreativität, verbunden mit offensichtlichem Mangel an Fachkenntnis.

Sorglos werden Schiefersorten gemischt, zur Ausbesserung nimmt man, was der Baumarkt gerade aktuell hergibt, und die Verlegearten variieren im Laufe des langen Lebens eines Schieferdaches jeweils trendgerecht und folgen so dem Zeitgeist, dem der Sinn mal nach Rechteck und mal nach Diagonalen steht.

So wirkt manch ein französisches Schieferdach, als wolle es die verfügbaren Muster und Materialien eines ganzen Jahrhunderts in einer einzigen Fläche präsentieren. Vielleicht will es aber einfach auch nur in typisch französischem Alltagspragmatismus Wind und Wetter trotzen, ohne jeglichen Anspruch auf Perfektion und Stil.
Vielleicht ist aber auch gerade das der besondere Stil.

Wer in Frankreich die Vielfalt kunstvoller deutscher Deckungsarten sucht, wird eventuell in den Regionen Lothringens nahe der Luxemburger Grenze fündig. Selbst in den Hochburgen Französischen Schiefers um Angers im westfranzösischen Departement Maine-et-Loire beschränkt sich der Einfallsreichtum im wesentlichen auf drei Standarddeckungen :
Rechtecke in horizontaler Anordnung, diagonal in Klammern gehängte Quadrate und natürlich alle Formen von Zufallsergebnissen, die sicher häufigste Verlegemethode ist...

Es gibt aber auch wirklich schöne Beispiele, die beweisen, dass das französische Handwerk sehr wohl in der Lage ist, mit Naturschiefer Deckungen zu erstellen, die dieses Materials würdig sind.



Firstabschluss in Ziegel - eine preiswerte Lösung mit überschaubarem handwerklichen Anspruch
Für den deutschen Betrachter mag diese Kombination auf den ersten Blick befremdlich wirken, aber es gibt Firstziegeln in vielerlei Ausführungen, auch in Schwarz und Grautönen.


Département Loiret, Region Centre, Mansardendach in Orleans



Schiefer
Regionen



Schieferregionen in Ost-Frankreich

Savoie

Saint-Julien-Mont-Denis

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Schieferregionen in Südwest-Frankreich

Hautes Pyrénées
région de Lourdes

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Schieferregionen in Süd-Frankreich

Tarn
Dourgne, Lacaune


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